Säuglinge, Babies und Kleinkinder

Tipps zur Entbindung

Nach neun langen Monaten einer Schwangerschaft warten die meisten werdenden Mütter gespannt auf den Moment der Entbindung. Vor allem für Erstgebärende aber türmt sich sicher auch ein Berg von Fragen auf, die Probleme und Kopfzerbrechen bereiten. Antworten auf diese Fragen aber können sowohl ein Geburtsvorbereitungskurs als auch eine Hebamme geben. Auf die häufigsten Fragen, die sich werdende Mütter stellen, soll im Folgenden kurz eingegangen werden.

Welches ist der passende Ort für eine Geburt?

Grundsätzlich hat man hier die Wahl zwischen einer Geburt im Krankenhaus, in sogenannten Geburtshäusern oder auch zu Hause. Hausgeburten jedoch sind heute eher die Ausnahme; immerhin vertrauen die meisten Frauen den Kliniken und dort arbeitenden Ärzten. Hier sind alle erforderlichen medizinischen Geräte sofort zur Hand, falls es zu Komplikationen kommt. Geburtshäuser dagegen werden in jüngster Zeit immer beliebter. Grund dafür ist einfach die persönliche Betreuung, welche den werdenden Müttern sowohl während der Schwangerschaft als auch bei der Geburt und auch im Wochenbett zukommt. Nur Frauen jedoch, bei denen keine Risikoschwangerschaft vorliegt, sollten sich für diesen Geburtsort entscheiden. Für die Hausgeburt wiederum spricht, dass sich die Schwangeren hier wohl und heimisch fühlen - natürlich sollte eine erfahrene Hebamme bei einer Hausgeburt zur Seite stehen.
Besonders beliebt ist übrigens die Wassergeburt, denn im Wasser ist die werdende Mutter deutlich entspannter - Dammrisse kommen bei Wassergeburten weitaus seltener vor.

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt?

Grundsätzlich ist eine natürliche Geburt dem Kaiserschnitt unbedingt vorzuziehen, denn dieser ist immerhin ein großer Eingriff und kommt einer Operation gleich. Infektionen, Wundheilungsstörungen und selbst der Verlust der Gebärmutter sind Risiken, welche mit einem Kaiserschnitt einhergehen können. Jedoch werden mittlerweile etwa 30 Prozent der Babys per Kaiserschnitt auf die Welt geholt - für die Ärzte ist dies also längst ein Routineeingriff. In vielen Fällen jedoch wird ein Kaiserschnitt unausweichlich - dies ist immer dann der Fall, wenn eine Gafehr für Mutter oder Kind ausgehen. Der Kaiserschnitt wird nur in absoluten Ausnahmefällen unter Vollnarkose durchgeführt; vielmehr reicht meist eine lokale Anästhesie. Der Kaiserschnitt wird meist immer dann ausgeführt, wenn die werdende Mutter bereits etwas älter ist oder das Kind sich in einer Quer- oder Steißlage befindet und nicht durch den Geburtskanal passt. Auch wenn die Mutter einfach keine Kraft mehr hat, das Kind auf natürlichem Wege zur Welt zu bringen, bietet sich ein Kaiserschnitt an.

Geburtspositionen

Die klassische Geburtsposition ist vermutlich die Geburt im Liegen. Die Frau liegt auf dem Rücken, hat die Beine weit gespreizt und bringt ihr Kind durch starkes Pressen auf die Welt. Für die Ärzte ist diese Position recht vorteilhaft, denn sie haben das Geschehen genau im Blick. Jedoch gibt es noch zahlreiche andere Geburtspositionen - jede dieser Positionen hat natürlich Vor- und auch Nachteile.
Als recht gut empfunden wird die Wassergeburt, denn das warme Wasser entspannt die Muskeln der Frau und die Schmerzen bei der Geburt werden als relativ erträglich beschrieben. Bei Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes jedoch ist eine Wassergeburt wenig empfehlenswert.
Häufig werden auch Seile zur Unterstützung verwendet, in welchen die Frau regelrecht hängt.
Viele Frauen entscheiden sich dazu, ihr Kind in der Hocke auf die Welt zu bringen - in diesem Fall unterstützt ein sogenannter Gebärhocker bei der Geburt recht gut.

Einlagerung des Nabelschnurblutes

Im Nabelschnurblut befinden sich eine Vielzahl an wertvollen Stammzellen - aus diesem Grund entscheiden sich viele frischgebackene Mütter dazu, Nabelschnurblut einlagern zu lassen. Diese Stammzellen können aufbewahrt werden, indem das Nabelschnurblut unmittelbar nach der Geburt eingefroren wird. Dieses kann bei etlichen Krankheiten helfen - entweder für das eigene Kind oder einen anderen Menschen.
Ein Risiko für die Mutter oder das Kind entsteht durch diese Entnahme von Nabelschnurblut nicht - daher sollten sich möglichst viele junge Mütter bereits während der Schwangerschaft dazu entscheiden, dieses einzulagern.